Würfelkönig

Autor: Nils Nilsson

Genre: Würfelspiel

Verlag: Haba Verlag

ab 8 Jahren

EAN 30

für 2 - 5 Spieler

Leihgebühr 3 €

Bei ‚Würfelkönig’ ist der Name Programm. Als aufstrebender Herrscher eures jungen Königreichs, möchtet ihr die blühenden Landschaften und schmucken Siedlungen mit Leben füllen. Neue Einwohner müssen also her und diese erwürfelt ihr!

Wie bei ‚Kniffel’ darf bis zu drei Mal gewürfelt werden, um Aufgaben zu erfüllen bzw. neue Bewohner zu bekommen. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass ihr die Dorftrottel anlockt (und damit Minuspunkte kassiert) oder euch von einem Mitspieler ein fieses Geschenk überreicht wird.

Die Spielvorbereitung ist denkbar einfach. Ihr sortiert die fünf Ortskarten-Varianten in aufsteigende Stapel, der niedrigste Wert liegt jeweils oben. Es gibt Tüftlerwerkstätten für Kobolde, Orklager, das Zwergen-Bergwerk, den magischen Wald und natürlich die klassische Stadt. Alle 40 potentiellen Bürgerkarten werden gemischt und unter jeden Ortsstapel wird ein Bürger offen ausgelegt.
Alle Bürger-Karten zeigen zwei wichtige Informationen an: Zum einen ihren Siegpunktwert, zum anderen die Würfelkombination, die notwendig ist, um den Bürger für sich zu gewinnen. Von „sechs einer Farbe“ über „Straßen“, bis hin zu Mindestsummen ist alles mit dabei. Die Symbolik auf den Karten ist sehr eindeutig. Ähnlich wie beim älteren Spiel ‚Kribbeln’ haben die Würfel zwar allesamt sechs Augen aber die Farbverteilung ist unterschiedlich. So ist die fünf mal blau, mal grün, mal rot.
Hat der aktive Spieler seine Würfe ausgereizt (früher aufzuhören ist erlaubt), sollte möglichst eine der ausliegenden Aufgaben erfüllt worden sein. Liegt eine Bürgerkarte am farblich passenden Ort (also der Zwerg an der Miene), kann die Ortskarte als Bonus genommen werden und zählt ebenfalls Siegpunkte. Sobald ein Spieler eine Karte aufnimmt, rutschen die übrigen Karten von links aus nach und die Reihe wird mit einer Karte des Nachziehstapels aufgefüllt.
Manchmal jedoch ist das Würfelpech nicht abzuwenden und ihr habt einfach keine Aufgabe erfüllen können. Als Strafe müsst ihr die oberste Dorftrottelkarte ziehen – was leider immer Minuspunkte ergibt. Das Spiel endet sofort, wenn ein Spieler die letzte Karte eines Ortsstapels genommen hat, sowie wenn der Bürger- bzw. Dorftrottel-Stapel leer ist. Jetzt werden Punkte gezählt (den Abzug der Minuspunkte nicht vergessen!) und wer die höchste Punktzahl erreicht hat, gewinnt.

Manche Spiele erfinden das Rad zwar nicht neu, machen aber trotzdem richtig Spaß und bieten immer wieder gute Unterhaltung. Die Aufgabenstellungen bringen Einiges an Abwechslung mit, der Zockerfaktor ist dabei hoch. Es ist reizvoll, dem Gegner eine Drachenkarte unterzujubeln, doch dann gibt es in der Runde keine eigenen Punkte! Waldfeen lohnen sich nur, wenn man mehrere erspielt hat, die hohen Punktekarten erfordern deutlich schwieriger zu treffende Würfelkombis. Ein hoher Glücksfaktor trifft hier auf erstes taktisches Abwägen. ‚Würfelkönig’ lässt sich bereits mit spielerprobten 7-Jährigen Spielen (die erste Mathekenntnisse mitbringen) und gefällt, nicht zuletzt aufgrund der gelungenen Optik, auch Erwachsenen. Ein wunderbares kleines Spiel für Zwischendurch!

[Mercedes]