Verflucht

Autoren: Jan Bintakies und Steffen Benndorf

Genre: Kartenspiel, Kooperatives Spiel und Solitärspiel

Verlag: Amigo

ab 10 Jahren

EAN 15 bis 25 Min.

für 1 - 5 Spieler

Leihgebühr 2 €

In „Verflucht“ sind wir so eine Art Ghostbusters, die aus Lord Somersets Herrenhaus verfluchte Kreaturen austreiben sollen.

Zunächst werden alle Karten gut gemischt und dann als verdeckter, aber kreativ verteilter, Haufen in die Tischmitte gelegt. Danach werden einige Siegel-Karten offen daneben gelegt. Wir spielen als Team und ziehen reihum jeweils eine Karte aus der Mitte.

Zeigt diese einen Gegenstand, also eine Waffe zum Ungeheuer-Bannen, dann nehmen wir diese auf die Hand.  Zeigt die Karte aber eine garstige Kreatur, wird diese in die gemeinsame Auslage gelegt. Von dort kann sie vom aktiven Spieler, wenn er denn passende Handkarten hat, entfernt werden. Dazu muss der ausgespielte Wert von Waffenkarten gleich oder höher des anvisierten Monsters sein.

Allerdings dürfen in der Mitte nur maximal sechs Monsterkarten liegen. Wird die sechste aufgedeckt, kommt es zu einem unvermeidbaren Angriff und der Spieler muss nun versuchen, das stärkste Monster zu besiegen. Kommt es hart auf hart und die Handkarten reichen einfach nicht aus, kann ein Siegel helfen, ist damit jedoch verbraucht. Obacht: Siegel sind abgezählt, zu oft kann man nicht auf sie vertrauen!

Manchmal kommt es bei den schauerlichen Kreaturen zur Gruppenbildung. Eine Gruppe greift immer alle Spieler an, jetzt dürfen wir also gemeinsam gegen die Monster der Gruppe vorgehen. Wir sprechen uns ab, wer welches Monster mit seinen Handkarten vertreibt – dürfen unsere Handkarten aber nicht mit denen der Mitspieler addieren. Generell dürfen wir immer miteinander reden und uns beraten, welches Monster man wie am besten ausschaltet, ohne dabei allerdings konkrete Zahlenwerte zu nennen.

Damit das Monsterabwehren fruchtet, gehört natürlich etwas Kartenglück dazu. Sind bereits am Anfang viele hohe Gegner gezogen worden (es gibt die Werte 1 bis 40),  kommen wir arg in Bedrängnis. Gewonnen haben wir, wenn es uns gelingt, alle Karten durchzuspielen. Liegen dann noch Monster in der Auslage, errechnet sich dadurch unser Minus-Punktestand.

„Verflucht“ war bei uns erstmal ein reiner Coverkauf. Denn Werwölfe gehen ja irgendwie immer. Dass sich dieses kleine kooperative Spiel aus dem Amigo-Verlag dann auch noch als sehr unterhaltsamer Vertreter seines Genres entpuppt, freut uns sehr. “Verflucht“ ist kurzweilig, leicht zu lernen, optisch ansprechend und hat einen hohen Widerspielreiz. Die Ähnlichkeit zu „The Game“, das ebenfalls aus der Feder von Steffen Benndorf stammt, lässt sich nicht leugnen. Uns gefiel jedoch „Verflucht“ noch besser!

[Mercedes]