Space Escape

Autor: Matt Leacock

Genre: Familienspiel, Kinderspiel und Kooperatives Spiel

Verlag: Game Factory

ab 7 Jahren

EAN 20 Min.

für 2 - 4 Spieler

In diesem kooperativen Spiel versuchen wir als Team, unsere Astronauten-Nacktmulle durch ihre ganze Weltraumstation zu lotsen, um sichere Zuflucht in der Rettungskapsel zu finden. Denn die fiesen Schlangen haben die Station geentert und trachten den  langzähnigen Nagern nach dem Leben.

Zu Beginn erhält jeder Spieler seinen eigenen Nacktmull, der auf dem farblich passenden Startfeld platziert wird. Zusätzlich gibt es noch einen, ebenfalls farblich abgestimmten, Notfallkoffer. Von den gefährlichen Schlangen befinden sich gleich am Anfang vier Exemplare auf dem Spielfeld, welches die Weltraumstation der Nacktmulle zeigt und ganz entfernt an das klassische Leiterspiel erinnert.

Alle Spielkarten werden gemischt und jeder Spieler bekommt eine Karte offen vor sich ausgelegt. Wer am Zug ist, muss die Aktion der eigenen Karte ausführen und zieht danach eine neue Karte vom Stapel. Die Karten geben vor, wieviele Schritte der eigene Nacktmull oder der eines Mitspielers, oder alle Nacktmulle zusammen, bewegt werden dürfen. Hier darf und soll sich am Tisch beraten werden, um die besten Züge herauszufinden. Ob wir nach links oder rechts ziehen ist uns überlassen. Der aktive Spieler hat jedoch das letzte Wort, wie dessen Karte eingesetzt werden soll. Der Blick über den Tellerrand ist wichtig. Man sollte immer auch die offen liegenden Karten der anderen Spieler berücksichtigen, um geschickte „Kettenzüge“ machen zu können. Anschließend müssen wir die Schlangen bewegen. Auf den Karten sind verschiedene Bewegungsoptionen abgedruckt. Und auch neue Schlangen können ins Spiel kommen – es wird wimmelig auf dem Spielfeld!

Die wichtigsten Regeln sind:

  • Wenn ein Nacktmull seine Bewegung auf einem Leiterfeld beendet, klettert er diese Leiter sofort hinauf.
  • Landet er auf einem Lüftungsschacht, rutscht er sofort das Lüftungsrohr hinunter.
  • Ein Nacktmull, der auf einem Werkzeug landet, darf dieses aufnehmen und in seinem Rucksack horten.
  • Sobald ein Nacktmull die zentrale Rettungskapsel erreicht, ist er sicher und darf in folgenden Zügen nicht mehr bewegt werden. Der Spieler darf jedoch weiterhin eine Karte pro Runde verwenden, um andere Figuren und/oder Schlangen zu ziehen.

Aufpassen muss man tatsächlich sehr auf die Schlangen. Läuft ein Nacktmull über eine Schlange, endet sein Zug auf selbiger oder zieht eine Schlange über das Feld eines Nackmulls, dann wird dieser gebissen. Autsch! Der Nacktmull kommt sofort zurück auf sein farblich passendes Startfeld und muss sein Erste-Hilfe-Köfferchen abgeben. Danach darf er wieder am Spiel teilnehmen. Womit wir beim kritischen Punkt jedes kooperativen Spieles wären: dem Verlieren!

Klar, man verliert als Team! Und das ist der Fall, sobald

  • ein Nacktmull zum zweiten Mal gebissen wird (und kein Erste-Hilfe-Set mehr hat)
  • ein Nacktmull über einen Lüftungsschacht ins Weltall gepustet wird. Passiert dies allerdings mit Schlangenplättchen, ist das sogar gut für die Spieler.
  • eine Schlange die Rettungskapsel entert!
  • wir keine Karten mehr nachziehen können aber noch nicht alle Nacktmulle in Sicherheit gebracht wurden.

 

Wir können als Team nur gewinnen, wenn wir es schaffen, alle unsere Nacktmulle in der Rettungskapsel zu versammeln und auf dem Weg dorthin vier dringend benötigte Werkzeuge einzusammeln. Die Kapsel befindet sich im Zentrum des Spielplans, der Weg dorthin führt über mehrere Ebenen, die mit Leitern verbunden sind. Dummerweise können jedoch auch die Schlangen Leitern nutzen!

Einige von euch wird „Space Escape“ an Spielkonzepte wie „Pandemie“ erinnern. Und das ist kein Zufall: Spieleautor Matt Leacock hat beide  Spiele ersonnen. „Space Escape“ ist eben kein typisches Kinderspiel, sondern übt auch auf die ältere Zielgruppe seinen Reiz aus.

Es ist so etwas wie der Einstieg in die kooperative Spielwelt, an dem auch Erwachsene viel Spaß haben. Es funktioniert wunderbar im Familienkreis, auch mit jüngeren Kindern ab 6 Jahren. Für mich ist „Space Escape“ damit eines der schönsten Familienspiele des letzten Spielejahrgangs, trotz – oder vielleicht gerade wegen – des schrägen Themas.