Black Jacky

Autor: Johannes Krenner

Genre: Bluffspiel, Familienspiel und Kartenspiel

Verlag: Ravensburger Spieleverlag

ab 10 Jahren

EAN 30 Min.

für 2 - 6 Spieler

Leihgebühr 2 €

Katzen gehen ja irgendwie immer, wie unzählige Cat-Content-Videos beweisen. Und auch im neuen Kartenspiel ‚Black Jacky’ von Autor Johannes Krenner, haben wir es mit den plüschigen Vierbeinern zu tun. Oder vielmehr ihren gewieften Vettern aus dem wilden Westen. In einer unterhaltsamen 17+4 Variante, gemeinhin auch Black Jack genannt, geht es nun natürlich den Mäusen – in Form von Zahlenkarten – ans Fell. Ziel des Spiels ist es, am Rundenende einen Kartengesamtwert von unter 21 vor sich liegen bzw. auf der Hand zu haben.

Jeder Spieler wählt sich ein Katzen-Alter-Ego in Kartenform aus. Egal ob „Billy the Kitten“, „Pocathontas“ oder „Old Catterhand“, die Wortspiele sind gelungen. Die Karten sind an sich gleich, da sie als Spielübersicht dienen. Nun bekommt jeder Spieler noch drei Herzkarten, die als eigene Leben fungieren. Im Spiel mit mehr als vier Spielern, gibt es allerdings nur zwei Leben. Alle Mäusekarten werden gut gemischt, jeder Spieler bekommt zwei davon auf die Hand. Die übrigen Karten bilden den Nachziehstapel. Auf den Mäusekarten finden sich Werte von 1 bis 8 Punkten, jede Karte ist dabei genau so häufig im Spiel, wie ihr Wert anzeigt (also: 1×1, 4×4 usw.)

Und nun geht’s los! Alle Spieler versuchen reihum durch geschicktes Ausspielen ihrer Karten, auf einen Wert zu kommen, der möglichst nah an die 21 grenzt. Die Katze, die an der Reihe ist, darf als erstes Tricksen! Dies ist kein Zwang, sondern optional. Hierfür legt man einfach eine Handkarte offen vor sich ab und führt die aufgedruckte Aktion aus. Zwar verrät man dadurch seinen Mitspielern, was man selbst an Kartenwerten hat, aber die Aktionen verschaffen oft einen prima Vorteil, der dies aufwiegt.
Danach muss gezockt werden. Entweder zieht man eine Karte vom Nachziehstapel, oder man tauscht eine eigene Handkarte mit der obersten Nachziehstapel-Karte oder der obersten Karte des Ablagestapels.

Glaubt ein Spieler, dass er die ideale Kartenmischung auf der Hand hat, kann er die dritte Möglichkeit nutzen und „klopfen“, wodurch das Rundenende eingeläutet wird. Wer geklopft hat, kann nicht mehr mit „Tricks“ geärgert werden. Alle anderen Spieler sind nun genau noch einmal an der Reihe.

Nun wird geprüft, welche Zahlenwerte die Spieler erreicht haben. Bei 21 oder höher, verliert man sofort ein Lebensherz. Hat allerdings kein Spieler überreizt, verliert dummerweise der Spieler mit dem niedrigsten Gesamtwert ein Leben. Es gewinnt letztendlich, wer nach mehreren Runden noch ein Leben übrig hat. In der erweiterten Variante kann man als Spieler sogar reanimiert werden, wenn man seine Herzen zu schnell verbraucht: sprich man kann mitspielen, in dem man richtig tippt, wer die nächste Runde gewinnt. Auch das eine schöne Idee, um die Spannung im Spiel zu halten.

‚Black Jacky’ ist ein absolutes Gute-Laune-Spiel mit witzigen Kartenillustrationen, schönen Ärger-Ideen, einfachen Regeln und kurzer Spieldauer. Alleine das gewählte Großformat der Karten überzeugt (und erinnert darin etwas an ‚Love Letters’). Natürlich spielt Kartenglück eine Rolle. Aber nicht nur die aufgedruckten Zahlenwerte sind wichtig. Auch die aufgedruckten „Tricks“ bieten einige taktische Möglichkeiten. Ein schnelles Spiel mit erfrischend viel Interaktion zwischen den Spielern, das seinen Charme besonders ab drei und mehr Spielern entfaltet.. Bei ‚Black Jacky’ können Fans kurzweiliger Kartenspiele bedenkenlos zugreifen. [Mercedes]