Zum Shop

Wir sind nicht zu fassen

Autor: Kurt Dinan

Genre: Jugendbuch

Verlag: Magellan

Preis: 16,95 € €

ab 14 Jahren

ISBN 978-3-7348-5023-3

Max ist Schüler der Asheville-Highschool und sieht sich als durchschnittlichen Looser-Typen ohne Sozialleben. Doch das  Leben des 16jährigen erfährt eine abrupte Wendung, als er eine geheime Einladung des anonym agierenden „Chaos Clubs“ erhält. Dieser Club existiert schon seit Jahrzehnten an der Highschool und sorgt für die legendärsten Streiche, ohne je erwischt worden zu sein. Als Treffpunkt wird ihm ein alter Wasserturm direkt an der Schule genannt. Als Max dort ankommt, sind bereits vier weitere Mitschüler vor Ort, die alle die gleiche Einladung zugespielt bekommen haben. Eine gewisse Skepsis herrscht vor, denn warum sollte der Chaos Club sich gerade diese fünf Außenseiter als neue Mitglieder wählen? Schnell wird klar, dass die Gruppe hereingelegt wurde und als Sündenbock herhalten muss. Die Gemüter kochen hoch und „Die Fünf vom Wasserturm“ schwören Rache. Sie wollen nun den Chaos Club ihrerseits durch einzigartige Streiche aus der Reserve locken und demaskieren. Der humorlose Lehrer Stranko schöpft Verdacht und macht Max und seinen Freuden das Leben schwer, versucht er doch seinerseits seit Jahren, den Chaos Club auffliegen zu lassen. Ein gefährliches Spiel nimmt seinen Lauf.

In ‚Wir sind nicht zu fassen’ stehen Underdogs im Vordergrund. Innerhalb weniger Seiten werden Max und seine vier Mitschüler vorgestellt. Gab es zuvor bis auf den Außenseiterstatus keine Gemeinsamkeiten, schweißt sie der Wunsch nach Vergeltung zu einer Gemeinschaft zusammen. Nach immer gewagteren und ins Illegale rutschenden Streichen entwickelt Max allmählich Skrupel und hinterfragt sein Tun. Aber lässt sich die Eigendynamik, die sein Racheplan ausgelöst hat, überhaupt noch aufhalten? Wo ist der Unterschied zwischen Rache und Gerechtigkeit? Sollte man vermeintliches Recht in die eigenen Hände nehmen? Das Buch konfrontiert den Leser mit ernsten Fragen, es wird jedoch keinesfalls die Moral-Keule geschwungen. Die dargestellten Streiche sind der Mittelpunkt der Geschichte und sehr unterschiedlich. Manche fand ich wirklich witzig, andere waren kreativ, einige waren mir zu destruktiv. Bei manchen hätte das planerische Ausmaß für eine Gruppe Jugendlicher fast nicht möglich sein sollen. Aber das sei nur am Rande erwähnt. Denn gute Unterhaltung, die schnell in Gang kommt, wird hier vor allem für Jungs ab 14 Jahren reichlich geboten. ‚Wir sind nicht zu fassen’ ist auch für Wenigleser einen Blick wert! [Mercedes]

Mehr Buchtipps von Mercedes Töller