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Sarg niemals nie

Autor: Dan Wells

Genre: Belletristik und Nachtgestalten

Verlag: Piper Verlag

Preis: 12.99 € €

ISBN 978-3-492-26883-7

Frederick hat ein Problem: Seinen Tod. Oder auch die Tatsache, dass er eben diesen Schritt zwischen Dies- und Jenseits noch nicht vollzogen hat, geschweige denn zu vollziehen gedenkt. Denn eigentlich möchte der Bankangestellte zusammen mit seiner Freundin Gwen unter zu Hilfenahme einiger nicht ganz wahrheitsgemäßen Dokumenten an eine nicht zu verachtende Stange Geld kommen. Doch der gut ausgetüftelte Plan endete für Frederick zunächst hinter schwedischen Gardinen. Und die Idee, als vermeintlich von der Schwindsucht dahin Geraffter zurück ins Spiel um das ganz große Geld zu kommen, erweist sich als umso folgenschwerer…

Es kann wahrhaft zu schwerwiegenderen Komplikationen führen, sollte man eben nicht tot sein, wenn alle anderen von dem nicht Nicht-Tod – und seinen Folgen – überzeugt sind.

Der neue Dan Wells ist Satire und Hommage an sämtliche literarische Werke, die sich den bluttrinkenden Gestalten der Nacht verschrieben haben, oder versucht dies zumindest. Der Erzählstil ist flüssig, die Charaktere entwickeln auch ein nicht zu unterschätzendes Charisma, doch den Sprung über die Schwelle der Kurzweiligen Unterhaltung schafft dieses Werk nicht. Dafür ist die Handlung zu vorhersehbar konstruiert, das Element der Komik zu pointiert gesetzt und die deutsche Übersetzung Jürgen Langowskis beraubt leider einem wichtigen Element des Romans seinen – sicherlich vorhandenen – Charmes.

Ein netter Bissen für Zwischendurch, wer aber mehr erwartet wird enttäuscht, denn insgesamt wirkt dieser Roman blutarm.

[Gastrezension von AB]

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