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Nicodemus – Der ZauberVerschreiber

Autor: Blake Charlton

Genre: Fantasy

Verlag: Klett Cotta Verlag

Preis: 20 € €

ISBN 978-3-608-93877-7

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Nicodemus Weal lebt in der großen Magier-Akademie Starhaven und assistiert mithilfe seiner Muskelkraft älteren Zauberschreibern. Zu viel mehr wird er es voraussichtlich auch nicht bringen, denn er ist ein so genannter Kakograph, einer der wenigen magiebegabten Jugendlichen, die trotz ihrer ausgeprägten Rechtschreibschwäche unter die Schirmherrschaft des Magisters Shannon aufgenommen wurden – in einer Welt, in der bereits kleinste Zeichenabweichungen zu magischen Katastrophen führen können, ein äußerst kritisch beäugter Status. Doch Nicodemus ist Misstrauen gewohnt, schließlich lastet auf ihm seit seiner Geburt der Verdacht, wegen des missgestalteten Mals auf seinem Rücken mit den bedeutungsvollsten Prophezeiungen aller Reiche im Zusammenhang zu stehen. Entweder als der ersehnte Retter. Oder aber als dessen Chaos verbreitender Gegner. Als eine Mordserie beginnt, zeigen plötzlich verschiedenste Personen vermehrtes Interesse an ihm und der vermeintliche Schutz der Akademie entpuppt sich als trügerisch. Zumal wohl kaum jemand außer den Magiekrüppeln, derart verdrehte Zauber als Tatwaffen formen könnte! Ist Nicodemus als der gefürchtete Chaosbote erwacht? Gilt es nun, ihn so schnell wie möglich zu eliminieren?

‚Der ZauberVerschreiber‘ ist in einer Welt angesiedelt, in der Zauberrunen mithilfe von Muskelkraft innerhalb des Körpers geformt werden. Allein aus diesem ungewöhnlichen Prinzip heraus ergeben sich viele Unterschiede zu dem üblichen Fantasyroman, angefangen bei dem speziellen Vokabular. Während die agierenden Figuren zwar liebenswert aber fantasytypisch aufgebaut sind, wartet der Verlauf des Plots mit steigender Spannung auch mit überraschenden Wendungen und Verstrickungen auf. Einziger Kritikpunkt ist die irreführende Cover-Gestaltung: Die klobigen Kleidungsdetails, die weich gezeichnete Figur und der glänzende Neon-Nebel stimmen automatisch auf „Jugendbuch“ ein. Eine irreführende Erwartungshaltung, die es unnötig erschwert, in die Geschichte hinein zu finden. Inhaltlich wirkt sie, wie als Dreiteiler angelegt, da das Ende zugleich Beginn sein kann. Vor allem für Leser zu empfehlen, die viel Fantasy schmökern und deswegen gerne mal zu etwas Ungewöhnlichem greifen. [Britta]

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