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Der Thron von Melengar

Autor: Michael J. Sullivan

Genre: Fantasy

Verlag: Klett Cotta Verlag

Preis: 16,95 € €

ISBN 978-3-608-96025-9

Royce und Hadrian haben einen etwas ungewöhnlicheren Job. Sie stehlen im Auftrag von korrupten Adligen unter dem Mäntelchen der Verschwiegenheit so ziemlich alles. Ihr Zwei-Mann-Diebesbund trägt den klangvollen Namen „Riyria“ und hat sich inzwischen einen richtig guten Ruf erworben. Als Hadrian eines Tages einen kurzfristigen Auftrag von einem unbekannten Auftraggeber annimmt, der sehr viel Geld dafür bietet, ein berühmtes Schwert zu entwenden, nimmt das Unheil seinen Lauf. Denn was zunächst noch nach einem Standartjob aussieht, entwickelt sich schnell zu einer fatalen Falle. In der Nacht des geplanten Diebstahls werden sie als Königsmörder verhaftet und ins Verlies gesteckt. Die Lage scheint hoffnungslos, schon am nächsten Tag soll die Hinrichtung stattfinden. Hilfe naht von unerwarteter Seite: Die Prinzessin von Melengar hilft ihnen, zu entkommen. Doch daran ist eine Bedingung geknüpft: Die Diebe sollen den jungen Prinzen und Thronfolger „entführen“, um ihn dadurch in Sicherheit zu bringen. Schneller als ihnen lieb ist stecken Royce und Hadrian mitten in einer Verschwörung, bei welcher der Kampf um den Thron von Melengar noch das kleinste Übel ist …

Der Thron von Melengar bietet beste Fantasy-Unterhaltung, ohne typische Fantasy-Klischees en masse zu bedienen. Besonders gelungen ist die Charakterzeichnung der Hauptfiguren, gerade bei Royce bin ich mir auch sehr sicher, dass da noch viel Potential schlummert, das dem Leser bewusst im ersten Band der Reihe vorenthalten wird. Sowohl Royce als auch Hadrian sind übrigens keine 18-jährigen Bengel, die mal eben auf phantastische Abenteuerfahrt gehen, sondern etwas älter, etwas eigenwilliger und vor allem etwas welterfahrener als ihre Kollegen aus vielen anderen Fantasyromanen.

Während des Lesens kann viel mitgerätselt werden. Denn welcher Adlige nun hinter welcher Verschwörung steckt und wer genau wem eins auswischen will, ist gar nicht so einfach zu durchschauen. Magie und phantastische Kreaturen kommen eher am Rande vor, die Geschichte ist ein mittelalterlicher Abenteuerroman – auch dies ein gelungener Kontrast zur Genre-Kost. Einige Handlungsstränge bleiben natürlich offen und werden ganz sicher in den folgenden Bänden wieder aufgegriffen.

Für Fantasy-Fans, die ohne epische und magische Schlachten auskommen und nicht hinter jeder Ecke einen Drachen suchen, ist der Thron von Melengar absolut empfehlenswert!  [Mercedes]

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