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Magda Ikklepotts

Autoren: François Debois und Krystel

Genre: Comic und Urban Fantasy

Verlag: Splitter Verlag

Preis: 14,80 €

ab 14 Jahren

ISBN 978-3-95839-136-9

Keine guten Zeiten für Hexen! Während die Extremisten nach jeder Möglichkeit greifen, Personen mit Zauberkräften aus dem Verkehr zu ziehen, versucht Magda Ikklepotts, sich mit ihren bescheidenen Zauberkräften in Paris über Wasser zu halten. Dabei könnte sie viel mehr Macht ihr eigen nennen, denn sie besitzt die seltene „Doppelglyphe“ und kann, anders als die meisten Hexen, nicht nur mit einer, sondern mit beiden Händen zaubern. Leider hat Magda nie einen Mentor gehabt, der sie in der Kunst der Magie hätte schulen können. Ihr unscheinbares Lebe mit Betrügereien und magischen Taschenspielertricks wandelt sich auf einen Schlag, als es in der Metropole zu verstörenden Ereignissen kommt, die nur durch das Einwirken von Hexenkraft erklärbar wären. Magda gerät unter Verdacht, kann jedoch recht schnell ihre Unschuld beweisen. Der ermittelnde Polizist bittet sie um Hilfe bei seinem Fall, zumal die aktuellen Begebenheiten mit Magdas Vergangenheit und Kindheit zusammenzuhängen scheinen.

‚Magda Ikklepotts‘ ist moderne Urban Fantasy im Comicgewand. Hexen und Magie sind in der gezeigten Welt bekannt, wenn auch nicht beliebt. Magisch Begabte werden diskriminiert und verfolgt, die Extremisten nutzen jeden kleinsten Anlass für einen Feldzug gegen die von ihnen angeprangerte Andersartigkeit. Magda scheint zudem in Paris die einzige Hexe zu sein, was zu einigen Problemen führt.

Während die Protagonistin nach außen hin nicht auf den Mund gefallen ist, belasten sie die Geschehnisse in ihrer Vergangenheit doch innerlich. Der frühe Tod der Eltern ist nur ein Mühlstein, den Magda mit sich herumträgt. Als nicht ausgebildete Hexe kann sie zudem ihre Macht nicht richtig einsetzen.

Im Comic geht es zwar sehr actionlastig zu aber die Mischung macht’s!  Verfolungsjagden auf dem Motorrad gehören genauso dazu, wie humorvolle Passagen, für die vor allem Magdas Freundin, die Elster Magpie, sorgt. Magdas Suche nach einem Mentor und der Wunsch, die eigene Vergangenheit zu verstehen, werden in einem modernen Zeichenstil präsentiert, der zwar durch japanische Manga inspiriert scheint aber sehr stimmig daherkommt – und mir gut gefällt. ‚Magda Ikklepotts‘ wartet zwischenzeitlich mit etwas düsteren Bildern auf, kann aber auch problemlos von Jugendlichen, die sich mit dem magischen Thema anfreunden können, gelesen werden. Inzwischen ist bereits ein zweiter Band erschienen. Ein absolut gelungener Serieanauftakt, den ich allen Fans von Buchreihen wie Harry Potter oder Nicholas Flamel ans Herzen legen möchte. 
[Mercedes]

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