Zum Shop

Letztendlich sind wir dem Universum egal

Autor: David Levithan

Genre: All Age und Jugendbuch

Verlag: Fischer FJB

Preis: 9,99 € €

ab 14 Jahren

ISBN 978-3-596-81156-4

Wer hat sich  nicht schon einmal gewünscht, jemand anderes sein zu können? Und sei es nur für einen Tag! Aber was wäre, wenn man wirklich jeden Tag eine neue Identität hätte? Wenn man heute Sohn verarmter Eltern in einem Ghetto ist, morgen reiche, verwöhnte Tochter aus einem Scheidungshaushalt? In Letztendlich sind wir dem Universum egal geht David Levithan der Idee nach, was wäre, wenn man zwar äußerlich jeden Tag anders aber innerlich die gleiche Person bleiben würde.

Jeden Morgen wacht A, der Erzähler des Romans, in einem anderen Körper auf. Und damit auch in einem anderen Leben. Mädchen, Junge, arm, reich, Drogenjunkie, Streber, Sportskanone, Tussi – nie weiß A vorher, wer er am nächsten Tag sein wird. Aber A hat sich an dieses unbeständige Leben gewöhnt und für sich selbst klare Regeln aufgestellt. Wichtigster Punkt: Lass Dich nie zu sehr auf das neue Leben ein und hinterlasse um Himmelswillen keine Spuren! Denn der Körper, in dem A jeden Tag erwacht, wird sich am folgenden Tag nicht daran erinnern können, was er unter A’s „Regie“ getan hat.

A leidet zwar darunter, dass er keine Eltern, keine Familie, keine Freunde hat, kommt aber dennoch irgendwie zurecht. So gut, wie dass ein 16-jähriger Teenager eben kann, der keinen festen Körper besitzt.. Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon und ist bereit, für sie alles zu riskieren. Aber kann man jemanden lieben, der jeden Tag ein Anderer ist? Und dann ist da noch dieser Junge, der sich offensichtlich daran erinnert, das A sein Leben für einen Tag geliehen bzw. kontrolliert hat. Wie kann das sein?

Levithan setzt seine völlig verrückte Idee in sich stimmig um. Mir hat besonders die tatsächlich mal unverbrauchte Idee gefallen. A’s Leben zieht den Leser nach ein paar Seiten in den Bann und man fiebert regelrecht mit, ob A tatsächlich sein Ziel erreichen wird: Ein Leben mit Rhiannon. In diesem Sinne: Carpe Diem! [Mercedes]

Mehr Buchtipps von Mercedes Töller