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Infernale

Autor: Sophie Jordan

Genre: Dystopie und Jugendbuch

Verlag: Loewe Verlag

Preis: 17,95 € €

ab 14 Jahren

ISBN 978-3-7855-8167-4

Eine Rezension von Lea (15 Jahre)

Zitat: „Ich werde einfach zum Eremit und bleibe für immer in meinem Zimmer.“

Das Buch spielt in Texas. Forscher haben herausgefunden, dass es in deiner DANN festgelegt ist, ob du das Zeug zu einem Mörder hast. Die positiv Getesteten werden aus der Gesellschaft ausgeschlossen und gelten als sehr gefährlich. Wenn man sich nicht an die Vorschriften hält, wird man als Träger des Mörder-Gens durch die Tätowierung eines H’s am Hals markiert.

Davina (Davy) Hamilton ist eine Art Wunderkind, denn sie kann von klein auf perfekt Instrumente spielen. In ihrem Leben läuft alles, wie es laufen soll. Sie hat einen festen Freund, eine beste Freundin, lebt in einer angesehenen Gegend und geht auf eine gut Schule. Doch als sie positiv auf das Gen getestet wird, verliert sie alles. Sie muss ihre Schule verlassen, ihre Freunde wenden sich von ihr ab und ihre Eltern können sie nicht mehr ansehen. Davy muss auf eine öffentliche Schule gehen und dort, abgeschnitten von den normalen Schülern, mit anderen Trägern in einem separaten Raum lernen, der nur „der Käfig“ genannt wird. Sie lernt schnell, dass sie niemandem mehr trauen kann, denn sie zählt jetzt zum Abschaum der Gesellschaft. Nur Sean scheint etwas Besonderes zu sein. Obwohl er ein markierter Träger ist, setzt er sich für sie ein und sie entwickelt schließlich Gefühle für ihn. Doch nach einem von Trägern verübten Anschlag verschlimmert sich alles und sie wird von ihrer Familie getrennt. Sie soll in Mount Heaven lernen, doch noch etwas aus ihrem Leben zu machen. Doch dieser Ort erweist sich als sehr gefährlich. Umgeben von Mördern und Verbrechern muss sie beweisen, dass sie das Zeug zu etwas Besserem hat.

Die Geschichte ist, genau wie Davys Reaktionen auf einzelne Ereignisse und Katastrophen, sehr realistisch geschrieben worden. Die Stimmung des Buches ist aber sehr deprimierend. Das passt zwar zur Handlung aber mir hat zwischendurch ein wenig Auflockerung gefehlt. Am Ende wurde es sehr spannend, allerdings war es anfangs etwas mühsam, sich in die Geschichte hineinzulesen. Die Hauptcharaktere Davy und Sean sind sehr oberflächlich beschrieben worden und vor allem Sean bleibt bis zum Schluss ziemlich undurchsichtig und rätselhaft. Das macht ihn natürlich zu einer interessanten Person, zu der ich gern mehr erfahren hätte.

[Rezension unseres Leseclub-Buchlings Lea, 15 Jahre]

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