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Die Seelen der Nacht

Autor: Deborah Harkness

Genre: Fantasy und Vampire

Verlag: blanvalet Verlag

Preis: 9.99 € €

ISBN 978-3-442-37719-0

Dr. Diana Bishop ist renommierte Historikerin im Forschungsfeld der Alchemie. Ihre Aufsätze sind jahrelanger Detailarbeit geschuldet, bei denen sie Textanalysen und Bilderstudien erstellte. Und niemals… niemals, niemals, niemals hat sie dabei dem Drang nachgegeben, ihre Hexenkünste einzusetzen, um den Geheimnissen der Quelltexte nachzujagen. Mal abgesehen von ihren katastrophalen Kindheitserinnerungen, die sie gelehrt haben, auf Magie zu verzichten, treibt sie auch der Ergeiz an, ihre Kariere aus sich heraus erreicht zu haben. So plänkelt Dianas Leben im zufriedenen Rhythmus zwischen versunkenem Studium und schweißtreibenden Sporteinheiten dahin. Bis ihr eines Tages an der Bücherausgabe des Campus ein gebundenes Werk ausgehändigt wird, welches ihren Entschluss auf eine harte Probe stellt: Diesem Manuskript wohnen derart mächtige Kräfte inne, dass es an ihrer Selbstbeherrschung zu rütteln scheint. Das Schicksal nimmt eine neue Wendung und Diana steht ungefragt im Zentrum der Ereignisse. Plötzlich tauchen Scharen von Anderweltlern auf: Hexen, Vampire, Dämonen… sie alle heften sich lauernd und keinesfalls wohlwollend an Dianas Fersen. Und nicht einer von ihnen glaubt ihr, dass sie keine Ahnung davon hat, was vor sich geht! Muss sie das unheimliche Buch vielleicht doch genauer in Augenschein nehmen, auch mithilfe der verhassten Magie? Doch die Zeit rennt ihr davon und dieser neue Professor kommt ihr immer näher, dieser Vampir mit dem stechenden Blick.

‚Die Seelen der Nacht‘ ist ein waschechter Historien-Krimi, der Ereignisse generationsübergreifend verfolgt. Dabei nimmt die Geschichte auf ihrem Weg vom Vatikan-Thriller mit den dazugehörigen Verschwörungstheorien, über wissenschaftliche Abhandlungen zu Genetik und Evolution, bis hin zur Liebesgeschichte, alles mit. Erstaunlicherweise ergibt sich daraus ein stimmiges Ganzes, in dem zwei Hauptfiguren agieren, die sich beide jeweils zwischen Liebe und den traditionellen Erwartungen an sich entscheiden müssen. Ein Zwiespalt der noch dadurch verschärft wird, dass die Gegenseite schon bald nicht mehr davor zurückschreckt, Gewalt als Druckmittel einzusetzen – auch Gewalt gegen Unbeteiligte.

Gute Vampir-Romane sind in der Schwemme all der vielen schlechten Auswürfe des Genres inzwischen wirklich schwer ausfindig zu machen. ‚Die Seelen der Nacht‘ habe ich dementsprechend regelrecht verschlungen und sehr genossen. Die Ausführungen zu DNA und Erblehre stellten für mich eine langweilige Länge mittig des Buches dar aber in Anbetracht der übrigen knapp 800 spannungsgeladenen Seiten war das gut zu verkraften. Von meiner Seite aus ein klarer Tipp, als Alternative und Wartezeitüberbrückung für all jene unter uns, die dem nächsten Kim Harrison-Band entgegenfiebern. Ganz neu sind ‚Die Seelen der Nacht‘ zwar nicht, sie sind jedoch aktuell im preiswerteren Taschenbuch erschienen. [Britta]

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