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Glühende Dunkelheit

Autor: Gail Carriger

Genre: Nachtgestalten

Verlag: blanvalet Verlag

Preis: 9.99 € €

ISBN 978-3-442-37649-0

Hier geht es zur Leseprobe.

Miss Alexia Tarabotti wurde schon im zarten Alter von 14 Jahren darüber informiert, dass sie eine alte Jungfer sei. Bei einer so auffällig gebräunten Haut und der langen Nase, beides unverzeihliche Affronts gegen das gängige Schönheitsideal des viktorianischen Tons, wäre es pure Geldverschwendung, sie in die Londoner Gesellschaft einzuführen. Dementsprechend uneinsichtig bezüglich der Konventionen zeigt sich Miss Tarabotti dann auch als erwachsener Blaustrumpf. Warum sollte sie sich um die Ungehörigkeit ihres Verhaltens kümmern? Sich auf einer Abendgesellschaft allein in die fremde Bibliothek zurückzuziehen, sollte in Anbetracht der Schuld des Gasgebers, die dieser mit dem Verbreiten von Langeweile auf sich zog, verzeihlich sein! Der Vampir, der sie dort ohne Begleitung vorfindet, weiß allerdings nichts von ihren Überzeugungen. Er geht von seinem gesetzlichen Anspruch in einer solchen Situation aus, so dass es zum Desaster kommt. Chefermittler Lord Maccon, der neue Alpha-Werwolf im Revier, setzt Alexia davon in Kenntnis, dass ihr Verhalten nicht unbedingt als Notwehr gesehen werden wird, sondern als Mord! Doch Alexia lässt sich so schnell nichts vorschreiben. Als seine Lordschaft ihr den Zugang zu den Ermittlungen verweigert, macht sie sich auf eigene Faust an die Arbeit. Wo kam der unbekannte Angreifer her und warum wirkte er so völlig ahnungs- und orientierungslos? In welchem Zusammenhang stand er zu den ansässigen Clans? Mit ihrem Gespür für Skandale und gemeinsam mit ihrer besten Freundin und deren unvergleichlich hässlichen Hüten stößt die temperamentvolle Halbitalienerin auf ein politisches Wespennest.

Die Romane um Alexia Tarabotti verbinden leichthändig die Genres Romantasy, Steampunk und Klassiker der englischen Literatur miteinander. Benimmregeln treffen auf technischen Fortschritt, höfliche Konversation auf unmenschlichen Wissensdurst und erotische Tändeleien auf die Gerüchteküche der Oberen Zehntausend. Wer mit J. R. Ward ebenso etwas anzufangen weiß, wie mit Jane Austen, dem sei diese Reihe ans Herz gelegt, zumal viele Klischees der zugrunde liegenden Literaturgattungen humorvoll überzeichnet werden und die Lektüre schon allein dadurch einfach köstlich wird. [Britta]

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