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Game

Autor: Anders delaMotte

Genre: Krimi und Thriller

Verlag: Heyne Verlag

Preis: 8.99 € €

ISBN 978-3-453-40856-2

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Henrik Petterson war früher mal der nette Bruder von nebenan, vorbildlich und fleißig. Doch das liegt lange zurück, begraben in einem Leben vor dem Gefängnisaufenthalt. Inzwischen sind ihm seine Mitmenschen gleichgültig und Pornos, Kippen und Action-Spiele das Einzige, was zählt. Ein gefundenes Handy mitgehen zu lassen ist seine leichteste Übung. Dieses besondere Exemplar jedoch bereitet ihm Kopfzerbrechen. Wie lässt es sich bedienen? Irgendwann beantwortet er die ständig aufblinkenden Anfragen, ob er ein Spiel machen wolle, entnervt mit ja. Als ihm daraufhin der Zugang frei geschaltet wird, eröffnet sich für ihn eine berauschende Welt voller illegaler Mitmachaktionen, professionell geschnittener Youtube-Clips mit ihm in der Hauptrolle und einer Online-Community, die allein ihm zuzujubeln scheint. Sein persönlicher Fanclub, endlich die Anerkennung, nach der er sich sein Leben lang gesehnt hat! Was macht es da schon, dass die von ihm dafür geforderten Aktionen grenzwertig sind? Sachbeschädigung geht in Körperverletzung über, doch Henrik leugnet jegliche moralische Verantwortung. Wie weit wird er für den Highscore gehen? Wer ist sein anonymer Gegenspieler? Und wer ist der Nutznießer hinter der Logistik?

‚Game’ ist ein spannend geschriebener Thriller aus dem Skandinavischen. Die Geschichte handelt von einem internationalen Netzwerk, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, verkrachte Existenzen anonym aufzuspüren und als willfährigen menschlichen Wetteinsatz zu missbrauchen. Mittel der modernen Technik kommen reichlich zum Einsatz, so dass es in der Geschichte von Handys, Überwachungsanlagen, Superservern und Ähnlichem nur so wimmelt. Richtig spannend wird die Handlung aber vor allem dadurch, dass die Hauptfigur immer wieder vor sich selbst verleugnet, wie weit der Einfluss der geheimen Organisation wohl reichen mag. Und dadurch, dass von anderer Seite her durch eine Dame namens Rebecca in der Sache ermittelt wird, welche aufgrund ihres Jobs als Sicherheitskraft im Personenschutz plötzlich mitten in die Ereignisse verwickelt wird. Wichtig wäre noch anzumerken, dass ‚Game’ aus der Sicht der männlichen Hauptfigur geschrieben ist und dies eben auch in seinem schnoddrigen Vokabular, durchsetzt mit reichlich Anglizismen. Und, dass das Ende, trotz zwischenzeitlicher Wenden, ebenfalls überraschend war! [Britta]

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