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Die Auserwählten im Labyrinth – 01

Autor: James Dashner

Genre: Dystopie und Jugendbuch

Verlag: Carlsen Verlag

Preis: 9,99 € €

ab 13 Jahren

ISBN 978-3-551-31231-0

Thomas kann sich an nichts mehr erinnern, außer an seinen eigenen Namen. Und als ob das nicht schon verstörend genug wäre, landet er an einem seltsamen Ort. Einer Lichtung, die von einem riesigen Labyrinth umgeben ist. Thomas ist nicht allein. Fünfzig anderen Jungen ist es zuvor genau so ergangen wie ihm. Sie leben auf der Lichtung und versuchen seit Jahren, einen Weg hinaus aus dem Labyrinth zu finden. Doch die Mauern verschieben sich jede Nacht aufs Neue und gefährliche Kreaturen warten nur darauf, dass die Jungendlichen das Labyrinth betreten.
Obwohl Thomas zunächst etwas orientierungslos ist, versucht er schnell herauszufinden, was mit seinem Gedächtnis geschehen ist und warum er und die anderen Jungs auf der Lichtung gefangen sind. Kurz nach Thomas Ankunft trifft noch ein „Frischling“ ein, der die ganze Gemeinschaft auf den Kopf stellt: ein Mädchen, das die kryptische Nachricht „Sie ist die Letzte. Für immer.“ überbringt.
Niemand weiß, was das alles soll. Welchem Zweck dient das Labyrinth? Ist es eine Prüfung? Wenn ja, warum? Die Zeit wird knapp, diese Fragen zu klären.

James Dashner legt mit ‚Die Auserwählten. Im Labyrinth‘ den ersten Band einer Trilogie vor. Ähnlichkeiten zu den ‚Tributen von Panem‘ von Suzanne Collins sind wohl nicht zufällig, da Dystopien im Jugendbuch gerade im Trend liegen. Natürlich ist nach wenigen Seiten klar, dass Thomas nicht nur irgendein Jugendlicher ist, der auf die Lichtung geschleust wurde, sondern offensichtlich zu Höherem bestimmt ist. Doch anders als z. B. in Panem kämpfen hier alle gemeinsam für Ihre Freiheit.
Nachdem man am Anfang über unbekannte Worte wie „Klonk“ stolpert, da die Jugendlichen eine Art eigenen Slang entwickelt haben, nimmt die Handlung schnell an Fahrt auf und bleibt bis zum Schluss spannend. Nicht zuletzt die Fragen danach, wer überlebt und wer dem Labyrinth und seinen Schrecken zum Opfer fällt, fesseln beim Lesen.
Einziger Wermutstropfen: Die Charaktere sind zum Teil etwas blass und entwickeln sich nicht weiter. Der zweite Band ist im Englischen bereits unter dem Titel „The Scorch Trials“ erschienen und erscheint bald auf Deutsch. Für ungeduldige Leser könnte das viele Rätselraten ärgerlich sein, denn Dashner treibt die Geheimniskrämerei bis auf die Spitze und es gibt keine schnelle Auflösung der Geschichte. Für alle anderen gilt: Dashner hat einen gut konstruierten, äußerst spannenden Thriller für Jugendliche ab 13 Jahren geschrieben, der ein beängstigendes Zukunftsszenario aufbaut. [Mercedes]

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