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Der dunkle Spiegel

Autor: Andrea Schacht

Genre: Belletristik und Historischer Roman

Verlag: blanvalet Verlag

Preis: 8.50 € €

ISBN 978-3-442-36280-6

Hier geht es zur Leseprobe.

Almut, die kecke Begine beginnt ihre Geschichte in ‚Der Dunkle Spiegel‘. Köln 1376. Als im Haus eines Weinhändlers ein Todesfall zu beklagen ist, geraten die frommen Frauen in Verdacht, die vorher noch den jungen Mann gepflegt und mit Medizin versorgt hatten. Als Almut die Atmung des Mannes mit einem Spiegel überprüft läuft dieser vollkommen schwarz an. So hatte es auch eine der Beginen in einer ihrer Vision vorausgesehen. Der Weinhändler bezichtigt Almut der Giftmischerei, ihr loses Mundwerk und ihre Streitsucht lassen sie umso schuldiger wirken. Alsbald beginnt Almut zu ermitteln. Unterstützt von Pater Ivo vom Spiegel und der maurischen Hure Aziza findet sie schnell Unglaubliches heraus…

Zum einen mag ich die Bücher von Andrea Schacht, weil sie das Beginenleben beschreiben. Zum anderen bieten sie auch ein recht akkurates Bild der Stadt Köln und des Mittelalters (außer dass andauernd der beliebte Fehler gemacht wird, „Alten Markt“ statt „Alter Markt“ zu schreiben; der „Alter Markt“ widersetzt sich seit Jahrhunderten der Grammatik). Almut ist nach einer missglückten Ehe Begine geworden, ein Motiv was glaubhaft ist. Sie ist nicht allwissend und alle heilerischen Fähigkeiten werden der Apothekerin und der taubstummen Trine übertragen. Was sie kann ist reden, und so zankt sie gerne mit Pater Ivo und sonst auch allen Geistlichen, einen jagt sie sogar mit einer Peitsche. Im Gegensatz zu anderen mittelalterlichen Heldinnen ist sie auch keine Waschfanatikerin oder gar unfehlbar und sie vertritt auch des Öfteren die mittelalterlichen Ansichten ihrer Zeit. Aber sie hat ein gutes Herz und Witz, vor allem, wenn sie sich mit Pater Ivo Bibelsprüche an den Kopf wirft oder mit der Gottesmutter Maria beim Abendgebet Zwiesprache hält. Ich kann die Reihe nur weiterempfehlen! Wer sich nach einem guten Mittelalterkrimi sehnt, der ist hier gut aufgehoben.

Die weiterfolgenden Bände (‚Das Werk der Teufelin‘, ‚Die Sünde aber gebiert den Tod‘, ‚Die elfte Jungfrau‘, ‚Das Brennende Gewand‘) sind auch sehr zu empfehlen. Mittlerweile gibt es eine ähnliche Reihe über Almuts Tochter Alyss. [Gastrezension von AM]

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