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Der Club Dumas

Autor: Arturo Pérez-Reverte

Genre: Belletristik und Historischer Roman

Verlag: List Verlag

Preis: 9.99 € €

ISBN 978-3-548-60511-1

Inhalt:
Lucas Corso ist ein Söldner der Bibliophilie. Er spürt seltene Exemplare auf, kauft wertvolle Bücher von unwissenden Personen weit unter Marktwert und ist sich auch nicht zu schade, für seine Auftraggeber die Grenzen der Legalität zu überschreiten. Eines Tages bekommt er von einem Freund den Auftrag, die Echtheit des Manuskripts eines Kapitels der ‚Drei Musketiere‘ von Alexandre Dumas zu überprüfen, deren vorheriger Besitzer kurz zuvor augenscheinlich Selbstmord begangen hat. Gleichzeitig wird ihm der lukrative Job angeboten, ein Exemplar des äußerst seltenen Buches ‚Die neun Pforten zum Reich der Schatten‘, das der auf dem Scheiterhaufen der Inquisition verbrannte Drucker Aristide Torchia im Jahre 1666 herausgab, auf seine Echtheit zu überprüfen. Während Corsos Recherchen tun sich unheimliche Parallelen zwischen Fiktion und Realität auf. Existieren Charaktere der Drei Musketiere wirklich bis in die heutige Zeit? Gibt es Menschen, die im wörtlichen Sinne bereit sind, über Leichen zu gehen, um den Herrn der Hölle persönlich zu beschwören?

Meine Meinung
‚Der Club Dumas‘ ist ein besonderes Buch, denn es ist ein Buch über Bücher. Als begeisterte Leserin klassischer Abenteuerromane war ich nach etwa 30 Seiten Einlesen gefesselt bis zum Ende. Der Club Dumas ist keine leichte Lektüre. Zahlreiche Referenzen zur klassischen Abenteuerliteratur machen den Roman erst zum wahren Lesegenuss und die Sprache ist so dicht wie selten. Im Vergleich zu anderen Mysterythrillern ist dieses Buch eine Praline unter den Schokoriegeln und ich weiß jetzt, Mitte April 2012 schon, dass der Roman einer meinerJahreshighlights ist. Arturo Pérez-Reverte braucht keine spektakulären Actionszenen. Seine Spannung ist subtil und wenn einmal etwas Spektakuläreres passiert, wirkt es um so stärker.
Geschickt spielt der Autor mit den Versatzstücken des Phantastischen, ohne jemals deutlich zu enthüllen, ob wirklich höhere Mächte am Werk sind, oder der Protagonist sich das Wirken selbiger nur einredet. Eine definitive Leseempfehlung für Freunde gehobener Mysterythriller, für die ‚Die Drei Musketiere‘ und ‚Der Graf von Monte Christo‘ keine  Fremdwörter sind. Die Verfilmung ‚Die neun Pforten‘ von Roman Polanski  ist zwar allein betrachtet ein guter Film, wird der literarischen Vorlage aber nur teilweise gerecht.

[Gastrezension von NP/Bregs]

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