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Das Teufelsspiel

Autor: Jeffery Deaver

Genre: Krimi und Thriller

Verlag: blanvalet Verlag

Preis: 8,95 € €

ISBN 978-3-442-36829-7

Das Ermittlerpaar Lincoln Rhyme, ein querschnittsgelähmter Spitzenermittler und Amelia Sachs, eine Sonderagentin mit Arthrose, werden gemeinsam mit ihrem Team zu einem Tatort in einer Bücherei gerufen. Die Indizien deuten auf eine geplante Vergewaltigung der 16-jährigen Schwarzen Geneva Settle hin, die dort für einen Aufsatz über ihre Vorfahren recherchierte. Da Geneva jedoch unter schwierigen Bedingungen in Harlem aufgewachsen und von daher mit übermäßigem Misstrauen gesegnet ist, konnte sie dem Angreifer entkommen. Der Ermittler Rhyme ist schnell davon überzeugt, dass es sich um einen fingierten Tatort handelt, zumal eine zurückgelassene Tarotkarte von ihrer Bedeutung her nicht zu den übrigen Indizien zu passen scheint. Der Plot ist durch und durch logisch und nachvollziehbar, was jedoch am meisten begeistert, das sind die überraschenden Wendungen und Verwicklungen. Es gibt mehrere Stellen im Buch, bei denen ich als Leserin dachte, nun wären die Hintergründe geklärt, mich aber zugleich darüber wunderte, dass noch so viele Seiten folgen sollten. Das Ganze erinnerte an Patruschka-Puppen, die immer noch einmal mehr ineinander geschachtelt werden können. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und bewahren sich trotz ihrer körperlichen und emotionalen Einschränkungen ihre volle Handlungsfähigkeit. Die verschiedenen Ebenen zeigen das heutige Harlem in zwiespältigem Licht, eng verstrickt mit den vergangenen und aktuellen Bemühungen um soziale Gerechtigkeit. Dabei bleibt die Gesellschaftskritik dennoch die ganze Zeit auf einem unaufdringlichen Level, welches dem Krimi-Aspekt den Vorrang überlässt. Die Geschichte ist spannend. [Britta]

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