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Das Reich der Sieben Höfe – Dornen und Rosen, Bd. 1

Autor: Sarah J. Maas

Genre: Fantasy und Jugendbuch

Verlag: dtv Verlag

Preis: 18,95 €

ab 14 Jahren

ISBN 978-3-423-76163-5

Das Leben südlich der Mauer, erst recht im tiefsten Winter und für die Ärmsten der Armen, ist unwirtlich und hart. Fayre ist zwar die Jüngste, muss aber trotzdem für das Überleben ihrer beider älteren Schwestern und ihres verkrüppelten Vaters sorgen. Ihr Mittel der Wahl dazu, ist die Jagd mit Pfeil und Bogen. Doch wo sie sonst nur noch abgemagerte Vögel und Kaninchen findet, steht sie plötzlich einem gigantischen Wolf gegenüber, der nicht nur Fleisch, sondern sogar teuer zu verkaufenden Pelz für den Markt verspricht! Stimmt es etwa, dass neuerdings einige der verfluchten Kreaturen aus dem Norden die Mauer überwinden? Dass das mörderische Land der Fae, die Magie Prythians, die Fühler nach den Sterblichen ausstreckt? Ist etwas an den Legenden, die von bösartigen Illusionisten und heimtückischen Gestaltwandlern flüstern? Fayre entscheidet sich dafür, die Zweifel zu verdrängen und den Wolf zu erlegen. Kurz darauf holt sie ihre Tat ein und eines der mächtigen Wesen von jenseits der Mauer konfrontiert sie mit den Gesetzen der Fae. Sie muss ihr Leben im Austausch gegen das des Wolfes geben! Ihr Gönner bietet ihr einen Kompromiss: Er lässt sie am Leben, wenn sie dafür mit ihm auf die andere Seite der magischen Barriere wechselt und dort ihre Schuld durch Buße abträgt. In Anbetracht ihrer Familie willigt sie ein – auch wenn sie tief in sich drinnen eine Flucht plant.

Die Handlung und der Figurenaufbau waren – dem Genre der Romantasy geschuldet –  sehr vorhersehbar.  Die Geschichte zeigte starke ‚Die Schöne und das Biest‘-Anleihen. Trotzdem konnte ich mich einer gewissen Faszination beim Lesen nicht verschließen. Fayres Handlungsmotive und die Reaktionen auf ihre Umwelt waren schlüssig. Ihr Werdegang wird selbstredend schicksalsbestimmende Dimensionen für alle Reiche Prythians annehmen, denn hinter der Mauer lauert sehr wohl das Böse! Auch wenn sie zu Beginn die falschen Personen dafür verdächtigt. Und dann geht es eben nicht mehr nur um sie oder ihre Familie, sondern um das Überleben der Menschen, deren lästige Existenz einem ganz bestimmten Racheplan im Wege steht.

‚Das Reich der Sieben Höfe‘ ist der Auftakt einer ganzen Reihe, die sich um Aufstieg und Fall einer magischen Kultur dreht. Wer sich über die typischen Hundertachtzig-Grad-Wendungen im Verhalten von zu Beginn sehr starken weiblichen Hauptfiguren beim Anblick eines männlichen Körpers nur aufregt, dem sei ein geflissentliches Drüberhinwegsehen empfohlen. Wer aber nichts dagegen hat, die Welt aus der malerisch-künstlerischen Sicht einer potentiell schlecht gelaunten Gefangenen zu sehen (und dabei auch über die eine oder andere erotisch angehauchte Szene hinwegsehen kann), der ist hier gut aufgehoben. Zumal ich mir sagen lassen habe, dass der im Deutschen erst noch erscheinende Folgeband rapide besser werden und den Suchtfaktor erfüllen soll.

Eine Leseprobe bekommt ihr direkt auf der Seite des Verlages (oder klickt einfach auf „Leseprobe„).
[Britta]

 

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