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Carte Blanche. Ein James-Bond-Roman

Autor: Jeffery Deaver

Genre: Krimi

Verlag: blanvalet Verlag

Preis: 9,99 € €

ISBN 978-3-442-37859-3

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Der britische Nachrichtendienst entschlüsselt bei der Überwachung verdächtiger Mobilfunknummern eine Nachricht des Inhaltes, dass ein „Vorfall“ für den kommenden Freitag bestätigt und mit „tausenden unmittelbaren Opfern“ gerechnet wird. Britische Interessen sind betroffen und doch soll ein geheimes Treffen jenseits des Kanals stattfinden. Und dann verschwinden sowohl die Sender-, als auch die Empfängernummer von der Bildoberfläche. Keine Frage, dass niemand Geringeres als James Bond für die Untersuchung des Falles herangezogen werden muss. Die Spuren verästeln sich jedoch schnell in die unterschiedlichsten Richtungen und innerhalb der heimatlichen Grenzen sind Bonds Handlungsmöglichkeiten stark reglementiert – seine Carte Blanche aufgehoben. Zudem ist er davon abhängig, wie schnell und wie vertrauenswürdig seine Kollegen ihm zuarbeiten, damit er auf die überraschenden Wendungen blitzschnell reagieren und überleben kann. In welche Richtung soll er ermitteln? Wem vertrauen? Gibt es vielleicht noch eine andere Lesart der verschlüsselten Nachricht? Und dann gibt es natürlich noch die ewigen Frauengeschichten des Agenten. Könnte er sich in den blonden Engel verlieben, der ihm eventuell sogar nützlich wäre? Oder verspricht die rothaarige Assistentin daheim, die seine Vorliebe für schnelle Autos teilt, einen zuverlässigeren Hafen? Aber Ophelia Maidenstone ist verlobt und ihr Künftiger wäre gewiss nicht erfreut über Bond als schlagkräftigen Nebenbuhler.

In ‚Carte Blanche‘ tritt der erfolgreiche Krimischriftsteller Deaver, auf Bitten der Nachlassverwalter, die Nachfolge des geistigen James Bond-Vaters Ian Fleming an. Die Themen dieses Spionageromans sind so international, aktuell und politisch relevant, wie man es im Zusammenhang mit einer bedeutsamen Figur wie dem berühmtesten Geheimagenten erwarten darf. Profitable Machenschaften unterwandern ökologische Recyclingbestrebungen und Menschenrechte wetteifern mit karikativen Bemühungen von Hilfsorganisationen um die Aufmerksamkeit möglicher Sponsoren. Die Szenen halten den Spannungsbogen über das Buch hinweg, die Figuren sind individuell ausgearbeitet und besonders die Hauptfigur kommt in all ihren Königsdisziplinen klassisch zur Geltung, wenn der Agent in aller Herren Länder schöne Frauen hofiert, das diplomatische Parkett elegant gekleidet meistert, Bedrohungen mithilfe cleverer Kniffe in letzter Sekunde entkommt und nebenbei über den Namen eines neuen Cocktails sinniert. Und die Geschichte punktet mit unerwarteten Wendungen. Was will man mehr? Für mich war ‚Carte Blanche‘ ein herrlich unterhaltsamer Schmöker für zwischendurch. Als erfrischende Ausnahme darf es auch mal ein echter Überheld sein. [Britta]

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