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Armada

Autor: Ernest Cline

Genre: Science Fiction

Verlag: Fischer TOR

ab 15 Jahren

ISBN 978-3-596-29660-6

Zack Lightman ist ein ganz normaler Nerd, wohnt in einer kleinen Stadt in Oregon, liebt Computerspiele und führt ein relativ unspektakuläres Leben – bis er eines Tages ein Raumschiff aus seinem Lieblingsspiel Armada am Himmel sieht. Denn Armada war immer mehr als nur ein Game. Da Zack zu den besten Spielern gehört, soll er nun helfen, die Erde vor einer außerirdischen Bedrohung zu retten.

Zuallererst: Ernest Cline ist ein wirklich guter Autor und hat einen sehr lebhaften Schreibstil. Seine Bücher sind echtes Kopfkino und verleiten dazu, sie am Stück durchzulesen. Wie auch sein erstes Buch „Ready Player One“ ist „Armada“ gespickt mit Anspielungen auf Filme, Serien, Musik und Spiele, vorzugsweise aus den Bereichen Science Fiction und Fantasy, was jedem Geek das Herz höher schlagen lässt (auch wenn ich zugeben muss, dass mir persönlich die Auswahl in „Ready Player One“ aufgrund der 80er-Jahre-Lastigkeit einfach besser gefallen hat).

Die Charaktere sind überwiegend überzeugend gehalten, auch wenn sie recht durchschnittlich und „normal“ sind, eine ausgefallene Charakterzeichnung sucht man hier also vergebens, was allerdings für ein Jugendbuch völlig verschmerzbar wäre, wäre da nicht mein Hauptkritikpunkt:

Das Militär in einem Buch auftauchen zu lassen ist eigentlich an sich kein Problem, die Frage ist nur, wie man die Charaktere damit umgehen lässt. Für mich ist stille Akzeptanz von allen Seiten, die bedauerlicherweise oft in eine unangenehm fehlplatziert wirkende Befürwortung oder sogar Begeisterung (meist begleitet von patriotischen Einschlägen) umschlägt, keine sonderlich gute Lösung. Natürlich ist das generell Ansichtssache. Aber auf den Plot bezogen wirkt es teilweise ziemlich seltsam und das Buch hätte sicherlich gut, wenn nicht sogar besser, mit dem Verzicht darauf funktioniert.

Die überraschenden Plottwists fielen zudem für mich leider meist nicht ganz so überraschend aus wie erhofft und das Ende kam ziemlich abrupt. Nach meinem Geschmack fehlten ein paar Seiten, um das „Armada“ tatsächlich zu einem zufriedenstellenden Schluss zu führen.

Kann man darüber hinwegsehen und ist nur auf der Suche nach einem spannenden Buch für zwischendurch, wollte ohnehin schon immer mal in einem Raumschiff sitzen oder gegen eine Alien-Invasion kämpfen, ist „Armada“ eine gute Wahl, da es sich wirklich gut (am besten am Stück) liest und einfach Spaß macht.

Eingefleischte Science Fiction-Fans kommen an diesem Buch wohl sowieso kaum vorbei, da es schon aufgrund der hohen Dichte und Verknüpfung von Anspielungen auf bekannte Werke unglaublich lesenswert ist.

Denn, mal ganz ehrlich, wer kann schon einem Buch widerstehen, in dem der Satz „Verdammt, jetzt fühle ich mich wie Snake Plissken“ beinahe beiläufig fällt? [Lilly/Praktikantin im Wortspiel]

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