Kinder- und Jugendbücher

Kinder und Jugendliche lesen – gerne und viel! Trotz der enormen Konkurrenz durch andere mediale Angebote wie Fernsehen, Computerspiele, Smartphones oder Internet. Und immer mehr Erwachsene greifen zum Jugendbuch. Unter der Bezeichnung “All Age“-Romane, eben für alle Altersgruppen geeignet, lassen sich zum Beispiel Bestseller wie Harry Potter, Tintenherz, Artemis Fowl oder Percy Jackson einordnen.

Es gibt zum Glück eine riesige Auswahl an Büchern für Kinder, die jedes Jahr wächst und immer neue Trends zeigt. Mal sind es Vampire, mal spannende Thriller oder witzige Comic-Romane, die begeistern. Unsere Kinderbuch-Regale sind mit den verschiedensten Büchern gefüllt. Wir stellen Euch die verschiedenen Typen von Kinderbüchern kurz vor.

Papp-Bilderbücher sind für die jüngsten Leser gedacht. Stabile Seiten, klare Motive, einfache Texte sollen zum ersten spielerischen Umgang mit dem Buch anregen. Der Klassiker “Die kleine Raupe Nimmersatt” von Eric Carle darf hier natürlich nicht fehlen. Ebenso wichtig sind die “Meine ersten Wörter…” Bücher, die es in vielen Verlagen gibt. Aber auch erste Klappen-, Schiebe- und Fühlbüchern gehören natürlich zum Sortiment.

Bilderbücher sind meistens für Kinder im Kindergarten und Vorschulalter gedacht, die noch nicht selbst lesen können. Mit einer Seitenanzahl von etwa 32 bis 48 Seiten sind Bilderbücher relativ dünn und oft eher großformatig angelegt. Die Geschichten im Bilderbuch sind relativ kurz und knapp gehalten und kommen mit kurzen Sätzen aus. Ausnahmen gibt es dabei natürlich immer wieder. Gerade der Klassiker “Petterson und Findus” wartet mit sehr viel Text auf. Was macht ein gutes Bilderbuch aus? Wichtig ist vor allem, dass im Bilderbuch sowohl Inhalt, Sprache als auch Illustration eine Einheit bilden und gut zueinander passen. Und wenn dann die Geschichte noch spannend erzählt ist und die kleinen Zuhörer/Mitleser bei Laune hält und sie unbedingt wissen möchtem, wie die Geschichte endet, dann wird aus einem Bilderbuch schnell ein Immer-wieder-Vorlesebuch. Mit Bilderbüchern können Kinder übrigens auch in der 1. Klasse lesen lernen! Zwei unserer absoluten Lieblingsbilderbuch-Figuren sind die Kuh “Lieselotte” von Alexander Steffensmeier und der Dachs aus “Der Dachs hat heute schlechte Laune!” von Moritz Petz.

 

Die klassischen Erstlesebücher arbeiten im Prinzip mit dem selben Konzept wie Bilderbücher: Wenig Text, große Schrift, kurze Sätze und einfache Wortwahl. Ganz wunderbare Erstlesebücher bringt der Tulipan Verlag heraus, der unter anderem “Cowboy Claus”, “Raubritter Rocko” und “Prinzessin Fibi” im Programm hat. Wärmstens zu empfehlen sind ebenfalls die Erstlesebücher im Moritz-Verlag, die sich durch witzig-skurile Geschichten auszeichnen.

Kinderbücher für Kinder zwischen acht und elf Jahren haben bereits einen etwas größeren Seitenumfang von bis zu 180 Seiten. Natürlich können auch dickere Kinderbücher dabei sein. In Kinderbüchern findet man oft noch Illustrationen. Diese sind jedoch nicht mehr gleichrangig zum Text, sondern treten eher in den Hintergrund. Erzählt wird im Kinderbuch von Alltagsgeschichten bis zu fantasievollen Abenteuergeschichten so ziemlich alles.
Immer mehr Kinderbücher zeichnen sich durch hohe sprachliche oder literarische Qualität aus. Besonders empfehlenswert sind zum Beispiel die “Rico und Oskar” Romane von Andreas Steinhöfel, “Das Buch der seltsamen Wünsche” von Angie Westhoff und “Sommersprossen auf den Knien” von Maria Parr.

In Jugendbüchern werden oft alterstypische Probleme der Leser aufgegriffen. Oft geht es um das Erwachsenwerden, Schauplätze sind dabei Schule oder Familie. Häufig spielen Hobbies oder Freizeitinteressen eine wichtige Rolle oder aber die erste Liebe. Thematisch breit gefächert lässt sich das Jugendbuch nicht mehr auf klare Kriterien festlegen. Die Hauptfiguren sind überwiegend im gleichen Alter wie die Lesezielgruppe, um eine Identikation mit den literarischen Figuren zu ermöglichen. Zur Zeit sind gerade Fantasy-Romane und Liebesgeschichten sehr populär. Etliche Autoren, die ursprünglich primär für Jugendliche geschrieben haben, erreichen inzwischen auch ein sehr großes erwachsenes Lesepublikum. Ihre Romane werden unter dem Begriff  “All Age” oder “Crossover-Literatur” zusammengefasst. Dazu gehören zum Beispiel Joanne K. Rowling mit “Harry Potter”, Stephenie Meyer mit der “Biss”-Reihe, aber auch Cornelia Funke mit “Tintenherz” oder Kerstin Gier mit “Rubinrot”. Ein Blick ins Jugendbuchregal lohnt sich für Erwachsene allemal! Denn gelesen werden darf und soll, was Spaß macht! 🙂

Wenige Verlage haben sich bisher der Herausforderung gestellt, Bücher für junge Erwachsene herauszubringen, die  nicht mehr so richtig Jugendbuch sind, aber auch noch nicht dem Segment Erwachsenenbuch zugeordnet werden können.  Hier spielen zwar auch die eben genannten “All Age”-Titel eine Rolle. Der Script 5 Verlag richtet sich ganz gezielt an die Zielgruppe 16 bis 20-jähriger! In Romanen wie “Dark Canopy” von Jennifer Benkau, “Wen der Rabe ruft” von Maggie Stiefvater oder “In einem Boot” von Charlotte Rogan sind die Protagonisten/Helden älter als im Jugendbuch und die Handlung zum Teil deutlich düsterer oder “erwachsener”.