Das Wortspiel liest: ‘Ein Gentleman in Moskau’

Das Wortspiel liest: “Ein Gentleman in Moskau” von Amor Towles, erschienen im List-Verlag.

Der Roman ist in umwerfend schöner Sprache verfasst und wird damit der aufrechten Hauptfigur gerecht, die den Leser mit unerschütterlichem Optimismus, rührendem Pragmatismus und bewundernswerter Höflichkeit durch ihren jahrelangen Hausarrest im russischen Nobelhotel Metropol führt. Ein bezeichnendes Zitat lautet: “Und am Schluss bilden wir uns ein, dass diese sorgfältig gehüteten Dinge uns über den Verlust eines Gefährten hinwegtrösten können. Dabei ist ein Ding einfach ein Ding. Und deshalb [betrachtete der Graf] ein letztes Mal das, was von seinem Erbe geblieben war, und löschte es endgültig aus seinem sehnsuchtsvollen Herzen.” [Britta]

P.S.: Ich entschuldige mich für den gänzlich unpassenden Gesichtsausdruck auf dem Foto, der dem Buch *nicht* gerecht wird. Der Inhalt hätte deutlich erkennbares Dahinschmelzen verlangt. Aber… die Kunden sind Schuld. Die werten Herrschaften haben mich abgelenkt. Man kann hier nicht einen Moment ernst sein, dauernd wird man zum Lachen verführt.